Orient-Digital

In dieser Anwendung (http://orient-digital.staatsbibliothek-berlin.de) sind aktuell die orientalischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz einsehbar. Ab dem Launch einer neuen Portal Anwendung im ersten Halbjahr 2021 werden unter der URL www.orient-digital.de die Bestände zahlreicher weiterer Institutionen zugänglich sein.

Im Rahmen eines DFG-geförderten Projektes erfolgt derzeit der Aufbau eines Verbundkatalogs und eines Portals für orientalische Handschriften. Darin sollen die Metadaten arabischer, persischer und türkischer Handschriften aus über 25 kooperierenden Institutionen erfasst und mittels Verknüpfung zu den vorhandenen Digitalisaten verbunden werden. Ziele des Projektes sind die Etablierung gemeinsamer Erschließungsstandards, die Konvertierung gedruckter Kataloge in elektronische sowie die Zusammenführung aller bestehenden elektronischen Nachweise.

Projektpartner sind die Bayerische Staatsbibliothek München, die Forschungsbibliothek Gotha, die Staatsbibliothek zu Berlin und das Universitätsrechenzentrum Leipzig, das insbesondere für die Weiterentwicklung der Datenbank verantwortlich ist.

Die Berliner Anwendung wird im Dezember 2020 bis zur Migration der Daten in das neue Portal „eingefroren“. Die bislang vorhandenen Daten stehen aber weiterhin zur Verfügung, während die Bestände der Projektpartner in Gotha, Leipzig und München unter folgenden Links recherchierbar sind:

Forschungsbibliothek Gotha: https://gothams.dl.uni-leipzig.de

Universitätsbibliothek Leipzig: https://www.islamic-manuscripts.net https://www.refaiya.uni-leipzig.de

Bayrische Staatsbibliothek, München: https://www.bsb-muenchen.de/sammlungen/orient/ueber-die-sammlung/
Recherche: https://www.bsb-muenchen.de/sammlungen/orient/recherche/

Datenbank der orientalischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin

Die von der Orientabteilung der Staatsbibliothek betreute Sammlung umfasst mit ihren 43.000 Bänden (Handschriften und Blockdrucke) Werke in über 140 Sprachen und 70 verschiedenen Schriften aus Asien, Afrika und Europa. Sowohl von Umfang als auch von ihrem Inhalt her genießt die Sammlung Weltruhm. Weitere Informationen zur Sammlung orientalischer Handschriften, Neuerwerbungen, Veranstaltungen und Veröffentlichungen finden Sie auf der Homepage der Orientabteilung.

Die Datenbank weist sämtliche Handschriftensignaturen nach. Minimalangaben sind Sprache, Schrift, Blattzahl und Katalognummer/Katalogisierungsstatus. Aufgrund der unterschiedlichen Herkunft der Daten (Kataloge, Kurzverzeichnisse, Erwerbungslisten) ist die Erschließungstiefe in den Datensätzen nicht immer einheitlich.

Derzeit werden für etwa 11.500 Texte unterschiedlicher Sprachen und Regionen umfangreiche und mehrschriftliche Beschreibungen angeboten, davon ca. 7.100 bereits mit Zugang zum Volldigitalisat. Die Zahl detaillierter Handschriftenbeschreibungen und digitalisierter Objekte wächst kontinuierlich. Zu den bereits jetzt in größerem Umfang digital zugänglichen Bestandsgruppen gehören wertvolle arabische Handschriften, sämtliche islamische Miniaturhandschriften (darunter die berühmten Diez-Alben und das Jahangir-Album), hebräische Handschriften, armenische Handschriften und viele weitere Bestände u.a. aus Zentral-, Süd- und Südostasien.

Der Aufbau der Datenbank der orientalischen Handschriften erfolgte durch die Orientabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin in Kooperation mit dem Rechenzentrum der Universität Leipzig, wo weiterhin die technische Betreuung liegt.